Auf dem Wasser

Ruhe, Stille, Natur, plätschern, atmen, halten… – nichts, einfach nichts.

Das sind Momente auf dem Wasser. Petrus 2.0 ? Nein, mit dem SUP oder „KUP“ knee up paddling 😉

Immer wieder habe ich mich auf diese Saison gefreut, die Bedingungen der letzten Jahre waren nicht immer optimal: zu viel Wellen, kleine Kinder, SUP nicht dabei, schlechtes Wetter, keinen Halt, oder was auch immer.

In den letzten Tagen hab ich den Dreh raus:

  1. SUP einmal aufgeblasen, passt es so ins Auto – 1 Hindernis weniger
  2. das Erzgebirgische Meer (oder GeiTei oder Greifenbachstauweiher) ist dafür Wahl Nr. 1 mit den Kids – für sie zieht das SUP auch und der schöne Spielplatz dort, der Imbiss mit leckerem Essen. Am Meer hatten wir es auch immer parat und stark genutzt – jetzt zuhause wieder gleich in der Nähe Aufatmen pur – 2. Hindernis weg (statt sonst wohin zu fahren)
  3. kurz vorm Gehen habe ich das Wasser fast für mich allein… purer Luxus und echtes Privileg

Wenn Du schon mal auf einem SUP standest, weißt du, dass es einen wacklige Angelegenheit sein kann. Am besten fängst Du mit sitzen an, dann knien und dann: Trau Dich zu stehen!

Ich stand auf und mir kam es so vor, als spräche das Leben zu mir:

Ich stehe auf, es ist wackelig, wenn ich mich aufrichte, Neues wage, ich muss mich erstmal einfinden. Mein ICH kann phasenweise wackeln, weil ich mich von außen irritieren lasse, logisch. Das ist normal. Ich kann mich sicherer fühlen, erstmal wieder zu knien. Doch dann hoch! Stehenbleiben, ich werde mit der Zeit stabiler. Die Bedingungen von außen sind da und ok, aber ich konzentriere mich nach innen – der innere stabile Stand wird trainiert. Ich schaffe es. Es wirkt neu, aber wird immer besser. Und wenn ich falle? Weil sich rasant was ändert? Macht nichts, das ist auch normal, dann wieder hoch.

Wie oft kenne ich das aus dem Leben und dann fühlt es sich nicht so normal an, den Halt zu verlieren, meine innere Stabilität wankt. Wie gut ist es, wenn ich da nicht allein bin. Wenn es Menschen um mich gibt, die mich anfeuern, mir zusprechen, zumuten, da sind, sagen, dass es ok ist mal zu fallen, unsicher zu sein, zu wanken.

Die anfängliche Unsicherheit, das wackelige Gefühl verändert sich schnell und es kommt Entspannung, Ruhe, Genuss.

Ich will einmal mehr aufstehen, knien vor Gott und stehen auf dem Meer des Lebens und wissen, dass tief im Inneren Gott mir Stabilität gibt, weil ER mich wollte! Punkt!

Herzlichst Tina

Bin dann mal am GeiTei 😉